Jack – herzzerreißendes Kinderdrama

(Since this is a German production, the review is also written in German. A translation will follow.)

Jack ist gerade einmal 10, 11 Jahre alt. Sein kleiner Bruder Manuel vielleicht 5 oder 6. Die Mutter? Da habe ich mich älter gefühlt mit meinen 22 Jahren. Die junge Frau ist voller Energie, dynamisch und sozial aktiv; außerdem arbeitet sie viel um ihren Kindern und sich selbst das Leben in Berlin zu finanzieren.

Auf Manuel aufzupassen bleibt natürlich meist an Jack hängen, der nebenbei zur Schule geht und sonst darauf achtet, dass es seinem Bruder gut geht. So auch an dem Tag, an dem sich alles verändert – die Brüder waren am See, Manuels kleines Motorboot ist kaputt gegangen, beide waren im Wasser, um es rauszuholen. Zuhause lässt Jack Wasser in die Badewanne ein, hilft seinem Bruder beim Ausziehen und schickt in ins Bad woraufhin er in die Küche geht, um Nudeln zu kochen.

Plötzlich ein ohrenbetäubender Schrei, der das ganze Kino zusammenzucken lässt.

Jack ist sofort im Bad, zieht Manuel raus – und sieht die hochroten Beines des Jungen. Manuel hat das Wasser nicht getestet, ist wohl einfach reingesprungen (so schrecklich die Szene war, so muss ich zugeben, dass das Kind selbst Schuld ist. Natürliche Auslese… in Zukunft ist er schlauer).

Jack kommt daraufhin ins Heim, versteht sich halbwegs mit seinem Zimmernachbarn, wird aber von den älteren Kids gemobbt. Als endlich Sommerferien sind hat Jack alles gepackt und wartet fröhlich auf seine Mutter, die in abholen soll.

Nur die muss arbeiten und sagt in letzter Minute ab.

Was folgt ist eine herzzerreißende emotionale Achterbahnfahrt, in der Jack nach Hause läuft, seinen Bruder bei einer Freundin der Mutter findet und die Kinder schließlich Berlin nach ihrer Mutter absuchen, in Hinterhöfen, Nachtclubs, Lagerhallen und dem eigenen Wohnhaus.

“Jack” ist kein leichter Film. Er mag auch kein Film sein, der die Kritiker seine Ästhetik hoch preisen lassen wird, oder die Schnitttechnik. Aber es ist ein Film, der einen im Herzen trifft und tief berührt.

Und zeigt, das manche Kinder um einiges weiser und erfahrener sind, als so manch Erwachsener.

*

“Jack”

R: Edward Berger

D: Ivo Pietzcker, Georg Arms, Luise Heyer, Vincent Redetzki, Jakob Matschenz, Nele Mueller-Stöfen

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